
Inflation -
die schleichende Enteigung
Vereinfacht ausgedrückt entsteht Inflation, wenn mehr Geld in Umlauf gebracht wird als Güter vorhanden sind oder produziert werden. Mit Geldumlauf ist aber nicht das Mehr an Geld aus Ihrer Bettmatratze gemeint, sondern das Geld, das durch die Zentralbanken neu geprägt wird, um damit beispielsweise eine gigantische Staatsverschuldung zu tilgen oder andere „hausgemachte Probleme" zu lösen. Die Zeche dieses dilettantischen Verhaltens bezahlen am Ende wir alle! Erhöhen sich dann noch die Rohstoffpreise, wie z.B. für Öl und Weizen, ist das Chaos perfekt.
Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten kurz nach der Währungsreform eine Mark angelegt. Durch die so genannte schleichende Geldentwertung ist die heutige Kaufkraft dieser Mark auf unter 10 Cent gesunken.
Diese Form der Geldentwertung ist deshalb so gemein, weil keiner sie richtig bemerkt. Einmal steigen die Preise stärker. Ein anderes Mal steigen sie weniger stark. Wer will da schon genau hinsehen? Der Verbraucher registriert für gewöhnlich nur, dass der Preis für Butter wieder einmal um nur 2 Cent gestiegen ist, der Benzinpreis gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 5 Cent. Alles in allem doch nur kleine Summen.
Für Kapitalanleger ist diese Entwicklung katastrophal und gefährlich, weil eine Vermögensanlage oft über Jahrzehnte geplant wird. Hier führen falsche Entscheidungen zu gravierenden finanziellen Einbußen. Deshalb muss jede Geldanlage einer solchen Entwicklung Rechnung tragen. Neben einer Steigerung des Gesamtvermögens muss jede Geldanlage auch so viel Erträge abwerfen, dass damit eventuelle Verluste der schleichenden Geldentwertung aufgefangen werden. Es geht letztlich nicht nur um das Mehren des Kapitals, sondern oder gerade auch um den Erhalt der Kaufkraft.
Fast alle Staaten dieser Welt leben weit über ihre Verhältnisse. Während Banken bonitätsschwachen Kunden die Kredite verwehren, drängen sie selbiges den Staaten förmlich auf. Trotz aller Schwierigkeiten gilt der Staat noch immer als verlässlicher Schuldner. Er wird deshalb immer wieder neues Geld bekommen und sich damit auf Kosten nachfolgender Generationen noch stärker verschulden. Das ist überall dasselbe Bild. Auch in Deutschland sieht es nicht besser aus. Bis Mitte der siebziger Jahre stieg hier die Staatsverschuldung nur moderat. Inzwischen explodiert sie. Lag sie 1950 noch bei 10 Milliarden Euro, so liegt sie heute bei 1,6 Billionen Euro. Trotz aller Sparanstrengungen und Einsparungen im Personalwesen, im Gesundheitswesen, bei der Bundeswehr etc. pp., wird man diesem Problem nicht mehr beikommen.
Die Probleme werden sich nicht mehr lösen lassen. Zu groß sind die Verpflichtungen, die sich der Sozialstaat auferlegt hat. Sinkenden Einnahmen (insbesondere durch ausbleibende Steuereinnahmen seitens der Arbeitnehmer) stehen stark steigende Ausgaben gegenüber. Der deutsche Staat ist also gezwungen, weiter Schulden zu machen. Insofern geniert er sich auch nicht, mit folgenden Anzeigen seinen Bürgern Sand in die Augen zu streuen. In einer Zeitungsanzeige ist folgendes zu lesen: „Vaterlandsliebe zahlt sich aus. Mit garantiert steigenden Zinsen.", so die Überschrift. Im gelben Kreis heißt es dazu weiter: „Die sichere Geldanlage...". Das Herz des Deutschen schlägt über vor Freude. Schließlich ist sein Geld hier sicher angelegt. Denkste! Wenn Sie Ihr Geld in Bundesschatzbriefe investieren, dann leihen Sie damit dem Staat Geld. Sie sind also Gläubiger des Staates. Der Staat ist Ihr Schuldner. Dafür, dass Sie bereit sind, dem Staat Geld zu leihen, erhalten Sie Zinsen. Woher nimmt der Staat das Geld für die Zinszahlungen? Richtig, aus Steuergeldern. Wenn der Staat sich Geld leiht, aber kein Geld mehr hat, um die Zinsen zu zahlen, weil die Steuereinnahmen nicht ausreichen, was wird er im Regelfall tun? Genau, er wird die Steuern erhöhen. Wer ist von der Steuererhöhung betroffen? Auch wieder richtig! Sie. Anders ausgedrückt: Wenn Sie dem Staat Geld leihen, weil Sie das Gefühl haben, hier, und nur hier ist es sicher angelegt, zahlen Sie sich im weitesten Sinne die Zinsen selbst, und zwar über die Steuern, die der Staat vorher von Ihnen abkassiert.
Insofern kann ich nur die Augen verdrehen, wenn Bürger vom Vater Staat reden. Ein Vater will doch, dass es seinen Schützlingen gut geht, oder? Den deutschen Staat mit dem Titel Vater anzusprechen,
der seine Bürger aussaugt wie die Zecke den Hund, drückt die Hilflosigkeit seiner Bürger aus.
Der Staat gilt noch immer als guter und verlässlicher (!) Schuldner. Deshalb erhält er jeden Tag neues frisches Geld, weil er nämlich, im Gegensatz zu normalen Schuldnern, einen Bürgen stellen kann. Das Perfide ist, dass der Bürge davon gar nichts weiß. Aber das schert den Staat ja nicht. Sie kennen diesen Bürgen auch - Sie sind es, der quasi per Definition für den Staat bürgt, weil Sie
deutscher StaatsBÜRGEr
sind. Ihre Pflicht zur Steuerzahlung macht Sie zu einem verlässlichen Bürgen. Wie fühlen Sie sich? Schlecht wäre noch geprahlt, oder?
Aristoteles S. Onassis: "Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muß ihm entgegenkommen."
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Lesen und lernen Sie u. a.:
- Warum das Geld nichts mehr
wert ist
- Warum es so wichtig ist, sich
mehr um sein Geld zu
kümmern
- Warum nur noch Sachwerte
Sicherheit bieten
- Warum Aktien die
Krisengewinner sind
- Warum u. a. Gold wichtig ist
- Warum die Politik nicht die
Wahrheit sagt
- Warum es so wichtig ist, das
Leben JETZT zu genießen
- Wie Sie ein passives Ein-
kommen aufbauen